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Geschichte der DDR. Aufbau des Sozialismus 1949-1961 Artikel
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Am 7.10 ratifiziert der zweite Deutsche Volksrat die Verfassung der DDR und erklärte sich zur provisorischen Volkskammer. Die Deutsche Demokratische Republik ist damit gegründet. Der Ost-Berliner Magistrat erklärt Berlin zur Hauptstadt der DDR.
Die Verwaltungsfunktionen werden am 10.10 an die Provisorische Regierung der DDR übertragen. An die Stelle der SMAD tritt die Sowjetische Kontrollkommission (SKK).
Am 1.10 wird Wilhelm Pieck Präsident der DDR.
Die Volkskammer bestätigt am 12.10 die provisorische Verfassung der DDR.
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Das Politbüro der SED beschließt am 24.01 die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit. Die Regierung der DDR verabschiedet einen "Beschluss über die Abwehr von Sabotage" und empfiehlt ebenfalls die Bildung eines solchen Ministeriums. Es wird am 8.02 nach einstimmigem Beschluss der Volkskammer der DDR über das "Gesetz über die Bildung eines Ministeriums für Staatssicherheit" gebildet. Wilhelm Zaisser wird am 16.02 zu dem Minister für Staatssicherheit, Erich Mielke zu dem Staatssekretär ernannt.
Beginnend am 26.04 werden bis Juni die Waldheimer Prozesse durchgeführt. In Waldheim (Sachsen) werden die von der sowjetischen Besatzungsmacht nach Auflösung der Internierungslager nicht freigelassenen Gefangenen der deutschen Gerichtsbarkeit überstellt. Dabei werden in als Schauprozesse zu nennenden Verhandlungen, unter Verletzung rechtsstaatlicher Prinzipien, mehr als 3400 wegen Kriegs- und nationalsozialistischen Verbrechen Angeklagte zu hohen Zuchthausstrafen und 32 von ihnen zu dem Tode verurteilt. Nach internationalen Protesten werden schon 1952 zahlreiche Urteile revidiert.
Im Görlitzer Vertrag zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen vom 6.07 wird die Oder-Neiße-Linie als neue polnische Westgrenze festgelegt.
Auf dem II. Parteitag der SED vom 20. bis 24.07 wird ein neues Parteistatut verabschiedet und die Umwandlung des Parteivorstandes in ein Zentralkomitee (ZK) beschlossen.
Das ZK der SED wählt am 25.07 das Politbüro, das Sekretariat des ZK und die Zentrale Parteikontrollkommission. Vorsitzende der Partei werden Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl; Generalsekretär des ZK wird Walter Ulbricht.
Die SED beginnt mit Parteisäuberungen. Am 23.08 wird Leo Bauer, Chefredakteur des Deutschlandsenders, am 25.08 Willi Kreikemeyer, Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn verhaftet.
Am 15.10 finden erste Wahlen zur Volkskammer der DDR statt. Die von der SED dominierte Einheitsliste der Nationalen Front erhält nach offiziellen Angaben 99,3 Prozent der Stimmen
Das ZK der SED beschließt am 26./27.10 die Überprüfung aller Parteimitglieder und Kandidaten der Partei.
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Ab dem 1.01 folgt die Wirtschaft der DDR dem 1. Fünfjahrplan.
Konrad Adenauer lehnt am 15.01 Otto Grotewohls Vorschlag eines "Gesamtdeutschen Konstituierenden Rats" ab und fordert freie Wahlen als ersten Schritt zur Wiedervereinigung.
Das Nationale Olympische Komitee (NOK) der DDR konstituiert sich am 22.04.
Am 26.04 wird die Leitung und Kontrolle der Sozialversicherung dem FDGB übertragen.
Robert Havemann wird am 18.07 von der West-Berliner Polizei beim Verteilen von Flugblättern festgenommen.
Am 19.07 verbietet das Ministerium des Innern der DDR allen in der DDR zugelassenen Kraftfahrzeugen die Durchfahrt durch West-Berlin.
Vom 5. bis 19.08 finden in Ost-Berlin die 3. Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt.
Am 16.08 wird auf Beschluss des Politbüros der KPdSU der Außenpolitische Nachrichtendienst (APN) unter der Tarnbezeichnung "Institut für wirtschaftswissenschaftliche Forschung beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten" gegründet.
Am 8.10 wird die Rationierung aller Lebensmittel, bis auf die für Fleisch, Fett und Zucker, aufgehoben.
Die Deutsche Volkspolizei besetzt am 18.10 die zu dem US-Sektor von Berlin gehörende Enklave Steinstücken, muss sie aber am 23.10 auf Befehl der Sowjetischen Kontrollkommission wieder räumen.
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Die Volkskammer verabschiedet am 9.01 ein Gesetz für freie Wahlen zu einer gesamtdeutschen Nationalversammlung. Am 15.01 verweigert die DDR-Regierung einer UN-Kontrollkommission, die die Voraussetzungen für freie Wahlen überprüfen soll, die Einreise.
Am 3.02 wird der Grundstein für die ersten neuen Wohngebäude an der Stalinallee in Ost-Berlin gelegt. Chefarchitekt ist Herrmann Henselmann.
Die erste "Stalin-Note" der Sowjetunion vom 10. März an die drei Westmächte Frankreich, Großbritannien und die Vereinigte Staaten Amerika enthält die Forderung nach einem neutralen einheitlichen Deutschland. Sie wird von den Westmächten am 25. März als Störmanöver gegen die Westintegration der Bundesrepublik Deutschland abgelehnt. Die Westmächte fordern in dem Gegenzug freie Wahlen unter UN-Aufsicht. In der zweiten Stalin-Note vom 9.04 erklärt sich die Sowjetunion zu freien gesamtdeutschen Wahlen bereit unter der Bedingung, dass die Wahlen nicht unter UN-, sondern unter Viermächte-Kontrolle stattfinden. Außerdem bietet sie einen Friedensvertrag an. Die Westmächte lehnen die zweite Stalin-Note am 13.05 ab: Ein Friedensvertrag sei erst möglich, wenn durch gesamtdeutsche freie Wahlen eine deutsche Regierung gebildet worden sei.
Am 28.04 übergibt die Sowjetunion 66 von 213 Betrieben der Sowjetischen Aktiengesellschaft (SAG) an die DDR. Diese werden in Volkseigene Betriebe (VEB) umgewandelt
Am 8.05 kündigt Außenminister Georg Dertinger den Aufbau nationaler Streitkräfte an.
Die Deutsche Grenzpolizei (DGP) wird am 13.05 dem Ministerium für Staatssicherheit unterstellt.
Am 26./27.05 beginnt die Einrichtung einer fünf Kilometer breiten Sperrzone entlang der Demarkationslinie zur Bundesrepublik Deutschland. Damit startet die Zwangsumsiedlung von über 12 Tausend Menschen. Auf Anordnung der SED werden am 27.05 die Telefonleitungen zwischen West-Berlin und der DDR gekappt.
Britisches Militär und West-Berliner Polizei blockieren am 3.06 das Funkhaus des (Ost-)Berliner Rundfunk in der Masurenallee in (West-)Berlin-Charlottenburg. Zu den Eingeschlossenen zählt Karl-Eduard von Schnitzler.
Ab dem 1.06 müssen West-Berliner, die in die DDR einreisen wollen, in Ost-Berlin eine Genehmigung beantragen.
In Merxleben wird am 8.06 die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) in der DDR gegründet.
Die Hauptverwaltung Ausbildung mit den Volkspolizei-Bereitschaften in dem Ministerium des Innern (MdI) erhält am 1.07 die Nennung "Kasernierte Volkspolizei".
Nur etwas mehr als einen Monat nach der Blockade des Funkhauses des (Ost-)Berliner Rundfunks in (West-)Berlin-Charlottenburg geht am 6.07 die Sendeanlage des Berliner Rundfunks in Köpenick (Ost-Berlin) in Betrieb.
Zum Abschluss der II. Parteikonferenz der SED (9.-12.07) wird der "planmäßige Aufbau des Sozialismus in der DDR" zur grundlegenden Aufgabe erklärt. Teil dieses Programms, bei dem die so genannte "antifaschistisch-demokratische" Ordnung in eine sozialistische Ordnung übergeleitet werden soll, ist die Umwandlung der DDR zu einem Staat, der nachdem marxistisch-leninistischen Strukturprinzip des "demokratischen Zentralismus" aufgebaut sein soll. Dem folgend werden die fünf Länder der DDR (Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Sachsen) am 23.07 in 14 Bezirke und 217 Kreise aufgeteilt. Die Länderkammer der DDR bleibt jedoch bis 1958 bestehen.
Acht Berliner Stukkateure gründen am 21.07 die erste Produktiongenossenschaft des Handwerks (PGH ) in der DDR.
Am 1.08 wird die Transportpolizei dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) unterstellt.
Am 7.08 wird die paramilitärische "Gesellschaft für Sport und Technik" (GST) gegründet.
Am 18.08 1950 gab der Minister für Industrie der DDR, Fritz Selbmann, mit den ersten Axtschlägen zu dem Fällen einer Kiefer den Start frei für den Bau des Eisenhüttenkombinats 0st (EKO).
Der bis dahin propagierte Verkauf von Lebensmitteln und Industrieerzeugnissen an West-Berliner wird am 27.11 verboten.
Der Handelsminister der DDR, Karl Hamann, wird am 11.12 wegen "Sabotage an der Versorgung" verhaftet und 1954 zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Die Reisefreiheit von Einzelpersonen in der DDR wird ab dem 15.12 auf einen Umkreis von 100 km beschränkt.
Am 15.12 wird Markus Wolf zu dem Leiter des Außenpolitischen Nachrichtendienstes (APN).
Das staatliche Fernsehen der DDR (Deutscher Fensehfunk) beginnt am 21.12 mit Versuchssendungen aus Berlin-Adlershof.
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Am 4.01 veröffentlicht die Parteizeitung der SED "Neues Deutschland" die "Lehren aus dem Prozess gegen das Verschwörerzentrum Slánský". Rudolf
Slánský war seit 1945 Generalsekretär der tschechoslowakischen KP. Im
September 1951 wurde er abgesetzt, zwei Monate später verhaftet und im
November 1952 wegen angeblicher titoistischer und zionistischer
Verfehlungen zu dem Tode verurteilt und mit elf anderen Delinquenten
hingerichtet. Dieser größte Schauprozess der tschechischen Nachkriegszeit führte zur Hinrichtung zahlreicher Juden, die hohe Stellungen innehatte. Die sowjetische Führung benutzte den Vorwand einer zionistischen Verschwörung, um die unbequemen Genossen auszuschalten. Der Prozess zog noch zahlreiche Verurteilungen in dem gesamten Ost-Block in den folgenden Jahren nach sich.
Der Außenminister und stellvertretende Vorsitzende der CDU der DDR, Georg Dertinger, wird am 15.01 verhaftet.
Die Aktion Rose wurde am 10.02 in den Badeorten der Ostseeküste, Rügen und Usedom gestartet. Absicht der Aktion war die Durchsuchung von Hotel- und Dienstleistungsbetrieben wegen angeblicher Wirtschaftsdelikte oder Agententätigkeit für den Westen. Hierbei wurden viele Hoteliers und Gästehausbesitzer enteignet und zu Zuchthausstrafen verurteilt. Viele Familien wurden in dem Rahmen der so genannten "Küstenbereinigungsaktion" in andere Gebiete der DDR umgesiedelt. Einigen gelang die Flucht in den Westen. In Thüringen gab es eine ähnlich gelagerte "Aktion Oberhof".
Am 5. März stirbt Stalin.
An seine Stelle tritt die Troika Chrustschow, Malekow und Berija.
Die Evangelische Kirche protestiert am 21.04 gegen den Kirchenkampf der SED und das Vorgehen der Regierung der DDR gegen die evangelische Jugendorganisation "Junge Gemeinde" und die evangelische Studentengemeinde. Am 28.04 genannt das Ministerium des Innern der DDR die "Junge Gemeinde" als illegal.
Auf der 13. Tagung des ZK der SED am 13./14.05 fällt ein Beschluss über die Erhöhung der Arbeitsnormen um mindestens 10 %.
Am 29.05 wird die Sowjetische Kontrollkommission (SKK) aufgelöst und das Amt des ""Hohen Kommissars der UdSSR in Deutschland"" eingerichtet. Wladimir S. Semjonow wird erster Hoher Kommissar.
In der Bevölkerung regt sich Widerstand gegen den Beschluss über die Erhöhung der Arbeitsnormen vom 14.05. Das Politbüro der SED übt Selbstkritik und verkündet einen "Neuen Kurs". Die "Maßnahmen zu dem Aufbau der Sozialismus" werden zurückgenommen, die Erhöhung der Arbeitsnormen bleibt jedoch bestehen. Am 16.06 treten die Bauarbeiter der Ost-Berliner Stalinallee aus Protest gegen die Erhöhung der Arbeitsnormen in den Streik. Am 17.06 kommt es zum Volksaufstand in der DDR. Die Ost-Berliner Streikbewegung greift auf andere Städte der DDR über. Der sowjetische Militärbefehlshaber übernimmt die Regierungsgewalt und setzt sowjetische Truppen gegen Streikende und Demonstranten ein. Der Aufstand wird blutig niedergeschlagen. Das ZK der SED erklärt den Volksaufstand zu einem vom Westen gelenkten "faschistischen Putsch".
Am 26.06 wird er Leiter des sowjetischen Geheimdienstes, Volkskommissar und Minister des Innern, Lawrentij Berija in Moskau verhaftet und am 23.12 hingerichtet.
Die Deutsche Grenzpolizei (DGP) wird am 27.06 aus dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS)ins Ministerium des Innern (MdI) umgegliedert.
In den Tagen 18.-23.07 wird der Minister für Staatssicherheit, Wilhelm Zaisser, entlassen. Neuer Chef der Staatssicherheit wird Ernst Wollweber. Das MfS wird als Staatssekretariat für Staatssicherheit (StfS)ins MdI eingegliedert. Der Außenpolitische Nachrichten Dienst (APN) wird als "Hauptabteilung XV" in den Staatssicherheitsdienst eingegliedert.
Auf der 15. Tagung des Zentralkomitees (ZK) der SED werden Wilhelm Zaisser und Rudolf Herrnstadt aus dem ZK ausgeschlossen. Walter Ulbricht wird zu dem 1. Sekretär (bisher "Generalsekretär") des ZK gewählt.
Im November beginnt die Aktion "Feuerwerk". Verhaftungswellen wegen angeblicher Agententätigkeit rollen durch die DDR und Personen aus dem Westen werden in den Machtbereich der SED entführt.
Am 15.12 wird der am 8. Juli 1952 vom MfS aus West-Berlin entführte Mitarbeiter des Behandlungsausschusses Freiheitlicher Juristen Walter Linse in Moskau hingerichtet.
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Zum 1.01 werden die letzten 33 Betriebe der Sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG) mit Ausnahme der Wismut AG an die DDR übergeben und in VEB umgewandelt.
Vom 25.01 bis zu dem 18.02 findet in Berlin die so genannte Viererkonferenz der Außenminister der Siegermächte Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion und Vereinigte Staaten Amerika statt. Die Debatten über die Deutschland-Frage, den österreichischen Staatsvertrag sowie die Triest-Frage bleiben ohne Ergebnis.
Der in dem Juli 1953 aus dem Amt entlassene und aus dem ZK der SED ausgestossene Minister für Staatssicherheit, Wilhelm Zaisser, wird am 23.01 auch aus der SED ausgeschlossen.
Der Schriftsteller Johannes R. Becher wird am 4.01 Minister in dem neugebildeten Ministerium für Kultur der DDR.
Am 25. März wird eine Erklärung der Sowjetunion über die Gewährung der Souveränität der DDR veröffentlicht. Die DDR gibt daraufhin am 27. März ihre Souveränitätserklärung ab.
Vom 30. März bis zu dem 4.04 findet der IV. Parteitag der SED statt.
Die Bundesrepublik Deutschland erklärt am 7.04 die Souveränitätserklärung der DDR für nichtig und erklärt ihren Alleinvertretungsanspruch für alle Deutschen.
Das Internationale Olympische Komitee (IOC) lehnt am 14.05 die Aufnahme des Nationalen Olympischen Komitees der DDR (NOK) ab.
Vom 5. bis zu dem 7.06 findet in Ost-Berlin das II. Deutschlandtreffen der FDJ statt.
Am 9.06 wird der am 15.01 1953 verhaftete ehemalige Außenminister der DDR und ehemalige stellvertretende CDU-Vorsitzende Georg Dertinger wegen "Spionage" zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Der Präsident des Bundesverfassungsschutzes Otto John gibt am 23.07 in dem DDR-Rundfunk sein Überwechseln in die DDR bekannt. Ihm folgt am 21.08 der CDU-Bundestagsabgeordnete Karlfranz Schmidt-Wittmack.
Bei den Volkskammerwahlen am 17.10 entfallen nach offiziellen Angaben 99,46 Prozent auf die Einheitslisten.
Eine 15-Mächte-Konferenz lädt die Bundesrepublik Deutschland (BRD) am 23.10 zu dem Eintritt in die Nato ein und erkennt den Alleinvertretungsanspruch der BRD an.
Am 13.11 wird ein "Zentraler Ausschuss für Jugendweihe" gegründet. In dem Neuen Deutschland erscheint ein "Aufruf zur Vorbereitung der Jugendweihe 1955".
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Ab dem 10.01 müssen auf Anweisung des Magistrats von Ost-Berlin West-Berliner und Westdeutsche in den gastronomischen Einrichtungen in Ost-Berlin mit West-Mark zu dem Kurs 1:1 zahlen.
Die Sowjetunion bietet am 15.05 gesamtdeutsche Wahlen an, sollte die Bundesrepublik Deutschland (BRD) auf die Ratifizierung der Pariser Verträge verzichten. Diese schreiben die Mitgliedschaft der BRD in der NATO, den Verzicht der BRD auf atomare, biologische und chemische Waffen (ABC-Waffen), die Mitgliedschaft der BRD in der Westeuropäischen Wirtschaftsunion (WEU), den Saarstatus und die Gewährung der vollen Souveränität der BRD fest.
Am 25.01 erklärt die Sowjetunion den Kriegszustand mit Deutschland für beendet.
Der Bundestag der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert am 27.02 die Pariser Verträge.
Die Volkspolizei-Bereitschaften werden am 17. Märzins Staatssekretariat für Staatssicherheit überführt.
Am 27. März findet die erste Jugendweihe in Ost-Berlin statt. Die Jugendweihe soll als sozialistisches Gegenstück die kirchliche Konfirmation/Firmung ablösen.
Paul Merker wird am 30. März zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.
Die Straßennutzungsgebühren werden am 30. März in dem Transit BRD - West-Berlin für Pkw auf 30 Mark, für Lkw auf 100 bis 550 Mark erhöht.
Am 1.05 nehmen erstmals bewaffnete "Kampfgruppen der Arbeiterklasse" an den Maidemonstrationen teil.
Die Pariser Verträge treten am 5.05 in Kraft; die Bundesrepublik Deutschland erhält am die staatliche Souveränität und wird am 9.05 Mitglied der NATO.
Die DDR wird am 14.05 Mitglied des Warschauer Vertrages.
Am 15.05 wird die Deutsche Grenzpolizei (DG) wiederins Staatssekretariat für Staatssicherheit eingeliedert.
Das ZK der SED verabschiedet am 2.06 ein 10-Punkte-Programm zu Wiedervereinigung Deutschlands.
Am 10.06 werden die dramatischen Erhöhungen der Straßennutzungsgebühren in dem West-Berlin-Transit vom 30. März teilweise wieder zurückgenommen.
Das Nationale Olympische Komitee der DDR wird provisorisches Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).
Auf der Rückreise von der Genfer Gipfelkonferenz tritt Nikita Chruschtschow am 26.07 in Ost-Berlin auf, lehnt freie Wahlen als Vorstufe der Wiedervereinigung ab und verkündet die Zweistaatentheorie.
Die UdSSR bestätigt am 20.09 die volle Souveränität der DDR. Das Amt des sowjetischen Hochkommissars wird aufgehoben und ein Beistandsvertrag mit der DDR abgeschlossen.
Das Gesetz über das Staatswappen und die Staatsflagge der DDR wird am 26.09 verabschiedet.
Auf seiner 25. Tagung kündigt das ZKder SED am 27.10 eine Staatsbeteiligung an Privatunternehmen an.
Am 29.11 erklärt die Sowjetunion, der sowjetische Sektor (Ost-Berlin) sei Bestandteil der DDR und unterliege nicht mehr der Kontrolle durch die Alliierten. Die Westmächte weisen dies unter Hinweis auf den Viermächte-Status der Stadt zurück.
Die sowjetischen Truppen geben am 1.12 die Sicherung der Außengrenzen der DDR an die Deutsche Grenzpolizei (GP) ab.
Das Staatssekretariat für Staatssicherheit wird wieder Ministerium. Minister wird Ernst Wollweber, Stellvertreter Erich Mielke.
Nach Angaben des Bonner Ministeriums für Gesamtdeutsche Fragen sind 1955 bis zu dem mehr als 250 Tausend Flüchtlinge aus der DDR und Ost-Berlin gezählt worden.
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Ab dem 1.01 gilt der zweite Fünf-Jahr-Plan.
Die Volkskammer beschließt am 18.01 die Aufstellung einer Nationalen Volksarmee (NVA).
Am 27.01 wird Paul Merker aus der Haft entlassen.
Die DDR wird am 28.01 Mitglied des Warschauer Vertrages.
Die "Geheimrede" Nikita Chruschtschows auf dem XX. Parteitag der KPdSU (14.-25.02) in Moskau markiert den Beginn der Entstalinisierung in den staatssozialistischen Ländern.
Am 1. März wird aus Einheiten der Kasernierten Volkspolizei (KVP) die Nationale Volksarmee (NVA) gebildet und das Ministerium für Nationale Verteidigung gegründet.
Bei einer Konferenz der osteuropäischen Geheimdienste in Moskau (7.-11. März) wird das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) als gleichberechtigtes Mitglied aufgenommen.
Ein 300 m langer Tunnel unter der Berliner Mauer vom West-Berliner Ortsteil Rudow nachdem Ost-Berliner Stadtteil Treptow wird verraten.
Am 1.05 wird die Hauptabteilung XV des MfS in Hauptverwaltung A (HV A) umbenannt. Leiter bleibt Markus Wolf. An der Maidemonstration in Ost-Berlin nimmt erstmals die NVA teil.
Die achtklassige Grundschule wird am 18.05 in die obligatorische zehnklassige polytechnische Oberschule umgewandelt.
Ab Juni werden in dem Zuge der Entstalinisierung etwa 25 Tausend Häftlinge entlassen.
Am 11.06 ruft die Regierung der DDR Militärangehörige in der Bundesrepublik Deutschland zu dem Übertritt in die DDR auf. Das Angebot soll auch für jugendliche Flüchtlinge aus der DDR gelten.
Auf der 28. Tagung des ZK der SED (27.-29.07) werden hohe Parteifunktionäre rehabilitiert (unter anderen Franz Dahlem, Anton Ackermann und Hans Jendretzky) und der so genannte "Dogmatismus" krititsiert.
Der Schriftsteller und Theaterregisseur Bertolt Brecht (* 10.02 1898) stirbt am 14.08 in Berlin.
Am 17.08 wird die KPD in der Bundesrepublik Deutschland verboten.
Im West-Berliner Notaufnahmelage in Marienfelde trifft am 20.09 der einmillionste Flüchtling ein. Insgesamt sollen seit Gründung der DDR 1,72 Millionen Menschen die DDR verlassen haben.
Nach der Niederschlagung des Volksaufstandes durch sowjetische Truppen in Ungarn am 24.10 werden in Ost-Berlin Professor Wolfgang Harich am 29.11, der Leiter des Aufbau-Verlages Walter Janka und der Kulturredakteur Gustav Just am 6.12 wegen der "Bildung einer staatsfeindlichen Gruppe" verhaftet und zu Freiheitsstrafen verurteilt.
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Am 3.02 werden bei parteiinternen "Säuberungen" Karl Schirdewan , Ernst Wollweber, Fred Oelßner und andere ihrer Funktionen in dem Politbüro der SED enthoben. Erich Honecker wird Mitglied des Politbüros und des Sekretariats des ZK der SED.
Die "Staatliche Plankommission" tritt ab dem 11.02 an die Stelle des "Wirtschaftsrates". Die "Vereinigungen der Volkseigenen Betriebe" (VVB) werden der Staatlichen Plankommission unterstellt.
In der DDR werden am 29.05 die Lebensmittelkarten abgeschafft.
Der Ministerrat der DDR beschließt Maßnahmen zur Umgestaltung der Landwirtschaft, die die Kollektivierung beschleunigen sollen.
Vom 10.-16.07 findet der V. Parteitag der SED statt, auf dem die Parteiführung erklärt, dass bis 1961 der Lebensstandard der Bundesrepublik Deutschland übertroffen werde. Walter Ulbricht verkündet die "Zehn Gebote der sozialistischen Moral und Ethik".
Am 11.10 stirbt der Lyriker, Erzähler und Dramatiker Johannes R. Becher, seit 1954 DDR-Minister für Kultur, in Berlin.
Walter Ulbricht erklärt am 27.10 Ost-Berlin zu dem Hoheitsbereich der DDR gehörig.
Nikita Chruschtschow fordert am 10.11 die Revision des Potsdamer Abkommens und droht damit, die Sowjetunion werde ihre Kontrollrechte über Berlin an die DDR übertragen. Damit beginnt die so genannte "Berlin-Krise".
Am 16.11 finden in der DDR Wahlen zur Volkskammer statt. Laut offiziellen Angaben stimmen 99,7 Prozent der Wahlberechtigten für die Einheitsliste.
Am 8.12 wird der Länderkammer aufgelöst und Otto Grotewohl Ministerpräsidenten der DDR wiedergewählt.
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Am 24./25.04 findet die 1. Bitterfelder Konferenz über kulturpolitische Probleme statt. Der auf ihr erarbeitete "Bitterfelder Weg " fordert eine nähere Verbindung von kultureller Betätigung der Werktätigen und dem professionellen Kunstleben. Dadurch sollen neue Impulse künstlerischer und politisch-ideologischer Art entstehen. Die Losung der Konferenz lautet: "Greif zur Feder, Kumpel! Die Sozialistische Nationalkultur braucht dich!". Referenten sind u.a. Walter Ulbricht und Alfred Kurella. Praktische Auswirkungen sind, dass Künstler für einen gewissen Zeitraum innerhalb eines Betriebes tätig werden, um dann ihre Erlebnisse und Erfahrungen in einem sozialistisch-realistischen Werk Ausdruck zu verleihen.
Vom 11.05 - 20.06 und vom 13.07 - 5.08 findet in Genf eine Außenministerkonferenz der "Vier (Sieger-)Mächte" (Großbritannien, Frankreich, Sowjetunion und Vereinigte Staaten Amerika) statt. An ihr nehmen Delegationen aus beiden deutschen Staaten als Beobachter teil.
Die Volkskammer verabschiedet am 3.06 das Gesetz über Landwirtschaftliche Produktions-Genossenschaften (LPG). Damit beginnt die endgültige Kollektivierung der gesamten Landwirtschaft.
Der Fünfjahrplan wird am 1.10 abgebrochen und durch den Siebenjahrplan ersetzt.
Ebenfalls am 1.10 beschließt die Volkskammer das Gesetz zur Änderung der Staatsflagge. Die Fahne zeigt jetzt als Wappen Hammer und Zirkel in dem Ährenkranz auf schwarz-rot-goldenem Hintergrund.
Am 22.11 hat das Sandmännchen seinen ersten Auftrit in dem Deutschen Fernsehfunk.
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Am 16.06 entführt das MfS Heinz Brandt, einen ehemaligen SED-Funktionär und Redakteur der westdeutschen Gewerkschaftszeitung "Metall", aus West-Berlin.
Abriegelung der Grenzen zu West-Berlin und der Bundesrepublik Deutschland am 13.08. Beginn des Baus der Berliner Mauer, offiziell zur Verhinderung von Störaktionen aus dem Westen, tatsächlich zu dem Beenden der Massenabwanderung.
Am 15.09 wird die Deutsche Grenzpolizei (DGP) in "Grenztruppen der DDR" umbenannt und dem Ministerium für Nationale Verteidigung unterstellt.
Mit dem XXII. Parteitag der KPdSU (17.-31.10) beginnt die zweite Entstalinisierungswelle. In deren Gefolge wird Stalinstadt in Eisenhüttenstadt und die Ost-Berliner Stalinallee in Karl-Marx-Allee umbenannt.
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